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Bürgerinitiative Zehlendorf wird schlagkräftiger

Umbauprojekte am S-Bahnhof Zehlendorf gehen an den Start

 

ZEHLENDORF. Im Rathaus Zehlendorf fand am 7. Mai eine Bürgerversammlung mit 60 Teilnehmern der neuen Bürgerinitiative (BI) Zehlendorf statt. Diese ist jetzt als Projekt Teil des Vereins „Changing Cities“.

Der Changing Cities e.V. ging aus einer Vernetzung vieler Berliner Fahrradinitiativen hervor, die ab 2015 den Volksentscheid Fahrrad vorantrieben und im März 2018 viele ihrer Vorschläge im Abgeordnetenhaus als neues „Mobilitätsgesetz“ diskutiert sehen konnten.
Dieses Gesetz, das ein „Vorrangnetz“ für Fahrräder etablieren soll, könnte laut Horst Wohlfarth von Alm von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bereits im Juni verkündet werden. Er stellte zwei geplante Radschnellstrecken vor, die den Bezirk betreffen: entlang des Königswegs und entlang des Teltowkanals. Aus Platzgründen wird es entlang der kommenden Stammbahntrasse keinen Radschnellweg geben. Im Bezirk werden allerdings grün markierte, geschützte Radwege ausprobiert und die Ausschreibung für das Fahrradparkhaus am Bahnhof sei „durch“, so Wohlfarth von Alm.
Steffen Klatte von der Deutschen Bahn berichtete der BI, dass die Bahn zusammen mit der DB Netz AG und dem Senat mehrere Varianten zum Umbau des Bahnhofs Zehlendorf prüfen ließ, aus denen sich folgende Lösung ergab: Die Spannweite der Brücke wird auf 19 Meter erweitert, ein weiterer Aufzug und zwei weitere Eingänge geschaffen. Die Bahn plant demnach die neue Ortsverbindung vom Postplatz hinüber zur Machnower Straße. In etwa drei Jahren könnte der Umbau beginnen, sodass mit einer Inbetriebnahme im Jahr 2024 zu rechnen sei.
Es folgten Kurzbeiträge von privaten Umbau-Initiativen. Zunächst rief Beatrix von Wedel zu Spenden für die Erneuerung des Daches der Alten Dorfkirche auf. Auch wird eine neue Bepflanzung für den Kirchhof und dessen Öffnung angestrebt, damit es beim „Baustellen-Gottesdienst“ zur 250-Jahr-Feier besonders gut aussieht.
Der neue Betreiber des „KulturKiosks“, Stefan Deutschmann, stellte sich vor und betonte, dass er dem bisherigen Namen des Baudenkmals nicht ganz gerecht werden wird, verkaufe er doch vorrangig Eis.
Der Immobilienhändler Christian Gérôme kündigte an, aus dem alten Güterbahnhofsgelände an der Anhaltiner Straße einen „Kulturbahnhof“ nach Vorbild der Kreuzberger „Markthalle Neun“ machen zu wollen. Dass er hier vorrangig Kleingewerbe und weniger Wohnungen ansiedeln will, ist verständlich. Blockieren doch der Senat und der Bezirk Pankow seit Jahren sein Wohnprojekt im Güterbahnhof Greifswalder Straße.
Schließlich stellte Sabine Slapa, Geschäftsführerin des Stadt- und Regionalentwicklungsbüros „die raumplaner“, das Förderprogramm „Aktives Zentrum“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt vor, für das der Bezirk Zehlendorf-Mitte vorgeschlagen hat. Sollte im Sommer eine positive Entscheidung gefällt werden, könnte die BI in vielen Gesprächsrunden an einem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ beteiligt werden. Conrad Wilitzki

 

Foto: UV

 

Ressort: Regionales, Wirtschaft

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