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Masterplan für den neuen Kiez

Neues Wohngebiet wartet auf Baustart

 

LICHTERFELDE. Günstige Wohnungen werden auch in der Hauptstadt knapp. Das gilt besonders für den reichen Bezirk Steglitz-Zehlendorf, in dem der durchschnittliche Quadratmeterpreis inzwischen bei 11 Euro liegt. In Lichterfelde, mit rund 10 Euro, wird seit Jahren um ein geplantes, neues Wohngebiet gestritten (siehe BC 12/16).

Am 13. Juni stellte der Stadtplanungsausschuss seinen „Masterplan“ dafür vor, der einige Fragen der Bürger beantworten sollte.

Er sieht weiterhin 2500 Wohnungen vor, was das „Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd“ der ansässigen Mieter ablehnt. Immerhin 600 Wohnungen sind als „bezahlbarer Wohnraum“ mit einem Mietpreis zwischen 6,50 Euro und 8,50 Euro eingeplant.
Der Aufruf des Bündnisses, auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände „Parks Range“ zum Schutz der Natur die Zahl der neuen Wohnquartiere zu reduzieren, ist bedacht worden: Der Bezirk möchte nun nur noch vier Quartiere in Auftrag geben und die kritisierte „riegelartige Bebauung“ aufgeben, die laut den Grünen die Bauten im Sommer aufgeheizt hätte. Statt 640 sollen nur noch 420 Reihenhäuser gebaut werden. Über diese Ergebnisse will das Bündnis am 6. Juli um 18 Uhr im Kieztreff Lichterfelde Süd diskutieren.
Fraglich ist auch die Verkehrssituation im neuen Kiez, die durch Fahrradstraßen oder Shuttle-Bussen entschärft werden könnte. Dafür wird das Bezirksamt am 11. Juli ein Konzept vorstellen.
Offenbar reagiert der Bezirk auch auf die Proteste des „Mietenbündnisses Südwest“ gegen die Preisentwicklung der Deutsche Wohnen AG und der Vonovia SE: Bei ihrer Sitzung vom 21. Juni beschloss die Bezirksverordnetenversammlung eine Neuauflage des bezirklichen Wohnraumbündnisses, das aus personellen Gründen vor Jahren eingestellt wurde. Conrad Wilitzki

 

Grafik: Freie Planungsgruppe Berlin GmbH

 

Ressort: Regionales, Soziales, Wirtschaft, Politik

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