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Baeke Stapel260520Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 5/2020 vom 26. Mai 2020.

Alte BÄKE Courier-Ausgaben bis 2019 und ab 2020 aus dem Archiv lesen


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In Zeiten der Not zusammenstehen

Projekt „Helfende Hände“ findet viele Mitstreiter

TELTOW/STAHNSDORF. Kurz nach dem Übergreifen des Corona-Viruses auf Brandenburg, löste es eine Welle der Hilfsbereitschaft aus, als es galt, die besonders Gefährdeten – Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen –, zu unterstützen. Bereits nach der ersten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung startete in Teltow und Stahnsdorf das Projekt „Helfende Hände“.

Von den beiden Kommunen und weiteren Institutionen wie der Kirche und sozialen Einrichtungen organisiert und koordiniert, traf es in der Bevölkerung auf breite Unterstützung. Bis Mitte April hatten sich in der Stadt Teltow 28 Personen gemeldet, in der Gemeinde Stahnsdorf sogar 33 Helfer. Den Hilfsangeboten folgten nach und nach immer mehr Anfragen. Überwiegend handelte es sich dabei um Einkaufshilfe, aber auch um Begleitung zum Arzt, Unterstützung bei Spaziergängen oder beim Ausführen des Hundes.
„Wie in anderen Kommunen im Landkreis Potsdam-Mittelmark übersteigt die Zahl der Helfer bisher die Zahl der Gesuche. Das ist aber nicht schlimm, wir wollen mit dem Projekt eine Infrastruktur schaffen. Die Grundlagen dafür sind erfolgreich gelegt“, sagt Gemeindesprecher Stephan Reitzig. Man sei sich aber auch bewusst, dass es große Überwindung kostet, Hilfe von Fremden anzunehmen.
Über ein weiteres Beispiel informierte Stadtsprecher Jürgen Stich: „In Teltow wird besonders der postalische Versand selbstgenähter Gesichtsmasken gut angenommen. Wir versenden aber nur auf Anfrage hilfsbedürftiger oder älterer Menschen jeweils zwei Stück pro Haushalt, um den notwendigsten Bedarf zu decken“. Auf weitere Hilfeleistungen werde man sich einstellen.
Da sich die Region voraussichtlich über einen langen Zeitraum mit Corona „arrangieren“ muss, wird die Zahl der Unterstützungssuchenden steigen. Deshalb sind weitere Mitstreiter bei den „Helfenden Händen“ immer willkommen.
Nicht vergessen werden soll an dieser Stelle eine Würdigung aller sonstiger Initiativen, sei es von Institutionen wie der Akademie 2. Lebenshälfte oder den spontanen Aktionen von Bürgern, die durch Masken nähen, Geld- und Sachspenden oder auf andere Art mithelfen, das Leben mit dem Virus etwas angenehmer zu machen. PM/Manuela Kuhlbrodt

 

Teltower Tafel betreibt weiter Ausgabestelle

TELTOW. Einmal in der Woche, sonnabends, verteilt die Teltower Tafel Lebensmittel. Die Hilfe nutzen Bedürftige seit Jahren. Auch in der Corona-Krise stehen die ehrenamtlichen Mitarbeiter in dem kleinen Gewerbehof und sortieren, packen und geben die Ration für die Woche aus. Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn hinter fast jedem Berechtigungsschein stecken Angehörige und Familien mit Kindern. Kinder dürfen nicht mehr zur Ausgabestelle mitgenommen werden, so die neue pandemiebedingte Regelung.
Damit Freiwillige gespendete Artikel verteilen können, muss weiterhin Abstand in der Schlange gewahrt, Lebensmittel-Pakete einzeln verteilt und auch ausgefahren werden.
„Wir wollen solange wie möglich an die Abholer ausgeben“, erzählt die ehrenamtliche Tafel-Mitarbeiterin Monika Dahlke und bedauert, „das Gespräch mit unseren Kunden gehörte vor der pandemiebedingten Kontaktsperre noch ganz selbstverständlich dazu, jetzt sieht man sich nur noch sehr kurz.“ Man freue sich aber, dass dies wenigstens noch möglich sei, schließlich bräuchten alle in diesen Tagen viel Zuwendung. Es gebe zwar insgesamt weniger Spenden von den Supermärkten, weil die Regale jetzt öfter leer seien, aber es reicht, um die Kisten für die 60 bis 80 berechtigten Haushalte in Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf zu füllen.
In der Potsdamer Straße austeilen, kann das gut eingespielte Team der Teltower Tafel noch, weil engagierte Nachbarn wie Hannah und Andreas Stephan aus Kleinmachnow seit neuestem mitanpacken. Vater und Tochter haben in diesen Wochen zum ersten Mal 20 gepackte Kisten in das Teltower Flüchtlingswohnheim gefahren. An der Ausgabestelle in Teltows enger Innenstadt ist dadurch deutlich weniger los, das merken alle. Die Stopp-Markierungen auf dem Boden werden so gut es geht beim Schlange stehen eingehalten. „Wir geben acht, dass sich kein Gedränge ergibt und gehen dann auch dagegen vor“, berichtet Mitarbeiter Erhard Richter aus Stahnsdorf. Die Sicherheit der Gesundheit spiele eine große Rolle. Alle im Teltower Tafel-Team benutzen inzwischen einen Mundschutz, auch wer im Hintergrund die Kisten packt. Schließlich wäre das komplette Umstellen auf Ausfahren der Kisten in TKS wegen der großen Distanzen zwischen den Wohngebieten sehr viel aufwendiger als in den Städten.
Hannah und Andreas Stephan berichteten kurz, dass die Kisten-Übergabe beim Flüchtlingsheim bestens lief. Man habe alles beim Pförtner abgegeben. Aus den Medien haben sie erfahren, dass gerade die Schwächeren in der Corona-Krise nicht vergessen werden dürfen und auf ihre Unterstützung angewiesen sind. „Wir wollten unbedingt helfen und zwar gerade jetzt“, erzählt Andreas Stephan. „Als wir von der Potsdamer Tafel hörten, dass sie Ausfahrerbenötigten, dachten wir, was kann es Besseres geben, als bei der Tafel anzufragen." Dort vermittelte man Vater und Tochter auch sofort an die Teltower Ausgabestelle. Gesine Michalsky, 28.04.20

 

Fotos: Gemeinsam helfen Tochter und Vater, Hannah und Andreas Stephan, der Teltower Tafel (li.).
Abstand halten leicht gemacht mit Markierungen und Einlass immer nur von einer Person (re.).
Fotoquelle: Gesine Michalsky

 

Ressort: Soziales

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  • Unübersichtliche Verkehrsregelungen

    Schilderwald für Schnell-Leser

    STAHNSDORF. Die L77neu ist endlich eröffnet worden, nachdem es durch Klagen zu jahrelangen Verzögerungen beim Bau gekommen war. Die gut ausgebaute Strecke führt nun vom Stahnsdorfer Hof bis zur L40 Höhe Marggrafshof und soll helfen, den innerörtlichen Verkehr aus dem Ort herauszuführen.

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  • Wasserwerke gut gerüstet

    Zahlen des Wasserzweckverbandes „Der Teltow“ zeigen verändertes Verhalten im Corona-Stillstand

    KLEINMACHNOW. Wenn es wie in den vergangenen Wochen aufgrund der Corona-Pandemie nur noch einen Lebensmittelpunkt gibt, nämlich die eigenen vier Wände, dann erhöht sich der Konsum von Trinkwasser in den Haushalten in TKS.

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  • „Die Imkerei macht süchtig“

    Hilfreich verbunden: Imker in TKS bauen Internetpräsenz aus/ Frischer Wind im Imkerverein mit dem neuen Vorsitzenden Martin Karabensch

    GÜTERFELDE. Für die Imker in unserer Nachbarschaft beginnt nun die Haupttracht mit der Robinie. Die Honig-Saison in unserer Region geht erst zu Ende, „wenn die Linden blühen, dann ernten die Bienen ihren Nektar noch einmal an einer Massentracht ab“, erklärt der neue Vorsitzende des Imkervereins Region Teltow e. V., Martin Karabensch, „danach stellen die Bienen das Nektarsammeln für dieses Jahr langsam ein“.

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  • 85 Jahre Siedlungskirche

    Pfarrer Karzek entdeckt historische Bedeutung seines Vorgängers

    TELTOW. Der ehemalige Teltower Pfarrer Thomas Karzek (siehe BC 09/18) hat sich an die hiesige Kirchengeschichte gewagt: Zum 85. Jubiläum der Siedlungskirche in der Mahlower Str. 150A hat er Artikel zum Wirken des Pfarrers Hans Böhm geschrieben und auch eine Wikipedia-Seite angelegt.

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  • Flexibilität ist das A und O

    Mädchentreff bietet Arbeit in kleinen Gruppen an

    TELTOW. „Wir dürfen wieder öffnen!“ Es ist schwer zu beschreiben, wie viel Freude in diesem einen Satz von Janke Rehse mitschwingt. Nur kurz unterbricht die Leiterin der MädchenZukunftsWerkstatt (MZW) den Frühjahrsputz, mit dem die Räumlichkeiten in der neuen Wohnstadt auf Hochglanz gebracht werden sollen.

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  • Kamenzer Damm: Zeit drängt

    Extra-Förderung für Viertel noch vor Bahnhofsbau

    LANKWITZ. Noch vor dem kommenden Bahnhofsbau kann für das Viertel am Kamenzer Damm Extra-Förderung beantragt werden.

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  • „Der Kampf geht bis heute“

    Dem Biologen Dr. Gerhard Casperson zum 90. Geburtstag

    KLEINMACHNOW/REGION. Am 19. März wurde der Biologe Dr. Gerhard Casperson 90 Jahre alt. Der BÄKE Courier traf den Naturschützer im Wald am Machnower See unterhalb der Hakeburg.

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