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Baeke Stapel260520Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 5/2020 vom 26. Mai 2020.

Alte BÄKE Courier-Ausgaben bis 2019 und ab 2020 aus dem Archiv lesen


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Unter märkischen Kiefern

Neues Buch wirbt für Grabstätten-Patenschaften auf dem Kleinmachnower Waldfriedhof

KLEINMACHNOW. Die Zeit der Stille und der Besinnlichkeit ergibt sich mit den dunklen und trüben Novembertagen. Der Ewigkeitssonntag, besser bekannt als Totensonntag, bildet ihren Höhepunkt und erinnert an die Tradition des Friedhofspaziergangs.

Hochsaison herrscht in diesen Tagen bei den Mitarbeitern vor Ort, die Wege und Grabstätten für die Besucher herausputzen. Dem Kleinmachnower Waldfriedhof ist jetzt sogar ein frisch erschienenes Buch gewidmet, und das hat einen Grund: Es werden Patenschaften angeboten, die dem erhaltenswerten Ort helfen sollen.
„Der Waldfriedhof Kleinmachnow – Gräber unter märkischen Kiefern" heißt das Nachschlagewerk. Es umfasst Biografien von gut 80 Persönlichkeiten, die auf dem Kleinmachnower Friedhof bestattet wurden. Der Heimat- und Kulturverein hat zusammen mit der Evangelischen Kirchgemeinde die umfangreichen Recherchen veranlasst. Auf 200 Seiten stellen Thomas Kien-
berg, Rudolf Mach, Axel Mueller und Ingo Saupe dem Leser Informationen zur Verfügung, die einen Spaziergang durch den Waldgarten für die Toten zu einer Entdeckungsreise machen können.
Der 1935 unabhängig von der Konfession für alle Kleinmachnower angelegte Friedhof befindet sich am Steinweg und gehört der Gemeinde Kleinmachnow und der evangelischen Auferstehungsgemeinde gemeinsam. Sein idyllischer und naturnaher Charakter hat den Bewohnern des Ortes immer gefallen, und so liegen hier auch etliche Schriftsteller, Künstler, Filmemacher, Militärs, Theologen und Wissenschaftler, die in Kleinmachnow lebten. Die meisten Beerdigungen fanden 1945 statt, berichtet der Heimatvereinsvorsitzende Axel Mueller. 200 im Krieg gefallenen deutschen Soldaten ist der Ehrenhain gewidmet. Tragisch: In den letzten Kriegstagen wurden einige Zivilpersonen für Militärangehörige gehalten und erschossen. Für Wilhelm Heß, Schleusenwart und Gemeindevertreter, wurde zum Beispiel die Uniform des Roten Kreuzes zum Verhängnis.
Sein Grab ist inzwischen, wie viele andere auch, abgeräumt. Ehrengräber sollten das verhindern. Auf dem Waldfriedhof befinden sich keine, auch wenn grüne Schilder an manchen Stätten den Eindruck vermitteln. Das einzige Ehrengrab bestand von 1937 bis 1945: Mit Staatsbegräbnis und Trauerzug durch Kleinmachnow wurde der Luftwaffen-Generalstabschef Walther Wever auf dem Waldfriedhof beerdigt. Stele und Adler auf einer Mauer umgaben die Grabfläche; nach Kriegsende entfernte man Stele, Adler und Status.
Heute entdeckt man andere Namen, die prominent sind: Mit der als Schwester Agnes bekannten Agnes Kraus oder Professor Flimmrich – mit bürgerlichem Namen Walter-Eberhard Fuß – sind viele aufgewachsen. Sie prägten die Fernsehunterhaltung, als das Programm noch in Schwarz-Weiß lief. Maxie Wander oder Walter Janka haben Literaturgeschichte geschrieben, die eine als Autorin, der andere als Leiter des Aufbau-Verlages.
Die grünen Schilder haben der Heimatverein und die Friedhofsverwalterin Bianca Pfeiffer angebracht. Diese Grabstätten sind abgelaufen und werden ehrenamtlich gepflegt. Der alte Charakter des Friedhofs soll so erhalten werden, sagt der Heimatverein. Erhaltenswerte Grabstätten müssen inzwischen nicht mehr abgetragen werden. „Der Platz ist da“, sagt die Friedhofsverwalterin. Nur: die ehrenamtliche Pflege übernehmen bislang die Friedhofsgärtner. „Mit einer Patenschaft kann jeder helfen, diesen in Kleinmachnow einmaligen Ort zu bewahren“, hofft Axel Mueller.  Gesine Michalsky

 

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Ressort: Regionales

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  • Unübersichtliche Verkehrsregelungen

    Schilderwald für Schnell-Leser

    STAHNSDORF. Die L77neu ist endlich eröffnet worden, nachdem es durch Klagen zu jahrelangen Verzögerungen beim Bau gekommen war. Die gut ausgebaute Strecke führt nun vom Stahnsdorfer Hof bis zur L40 Höhe Marggrafshof und soll helfen, den innerörtlichen Verkehr aus dem Ort herauszuführen.

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  • Wasserwerke gut gerüstet

    Zahlen des Wasserzweckverbandes „Der Teltow“ zeigen verändertes Verhalten im Corona-Stillstand

    KLEINMACHNOW. Wenn es wie in den vergangenen Wochen aufgrund der Corona-Pandemie nur noch einen Lebensmittelpunkt gibt, nämlich die eigenen vier Wände, dann erhöht sich der Konsum von Trinkwasser in den Haushalten in TKS.

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  • „Die Imkerei macht süchtig“

    Hilfreich verbunden: Imker in TKS bauen Internetpräsenz aus/ Frischer Wind im Imkerverein mit dem neuen Vorsitzenden Martin Karabensch

    GÜTERFELDE. Für die Imker in unserer Nachbarschaft beginnt nun die Haupttracht mit der Robinie. Die Honig-Saison in unserer Region geht erst zu Ende, „wenn die Linden blühen, dann ernten die Bienen ihren Nektar noch einmal an einer Massentracht ab“, erklärt der neue Vorsitzende des Imkervereins Region Teltow e. V., Martin Karabensch, „danach stellen die Bienen das Nektarsammeln für dieses Jahr langsam ein“.

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  • 85 Jahre Siedlungskirche

    Pfarrer Karzek entdeckt historische Bedeutung seines Vorgängers

    TELTOW. Der ehemalige Teltower Pfarrer Thomas Karzek (siehe BC 09/18) hat sich an die hiesige Kirchengeschichte gewagt: Zum 85. Jubiläum der Siedlungskirche in der Mahlower Str. 150A hat er Artikel zum Wirken des Pfarrers Hans Böhm geschrieben und auch eine Wikipedia-Seite angelegt.

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  • Flexibilität ist das A und O

    Mädchentreff bietet Arbeit in kleinen Gruppen an

    TELTOW. „Wir dürfen wieder öffnen!“ Es ist schwer zu beschreiben, wie viel Freude in diesem einen Satz von Janke Rehse mitschwingt. Nur kurz unterbricht die Leiterin der MädchenZukunftsWerkstatt (MZW) den Frühjahrsputz, mit dem die Räumlichkeiten in der neuen Wohnstadt auf Hochglanz gebracht werden sollen.

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  • Kamenzer Damm: Zeit drängt

    Extra-Förderung für Viertel noch vor Bahnhofsbau

    LANKWITZ. Noch vor dem kommenden Bahnhofsbau kann für das Viertel am Kamenzer Damm Extra-Förderung beantragt werden.

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  • „Der Kampf geht bis heute“

    Dem Biologen Dr. Gerhard Casperson zum 90. Geburtstag

    KLEINMACHNOW/REGION. Am 19. März wurde der Biologe Dr. Gerhard Casperson 90 Jahre alt. Der BÄKE Courier traf den Naturschützer im Wald am Machnower See unterhalb der Hakeburg.

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