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BÄKE Courier Nr. 08/2019 vom 30. Juli 2019.

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Es soll kein Schaden bleiben

Skulptur der Kleinmachnower Künstlerin Emma Maria Lange wurde Opfer einer Teer-Attacke

 

KLEINMACHNOW. Gut vier Wochen nach der Teer-Attacke auf die Bronzefigur in der Heinrich-Heine-Straße durch unbekannte Täter, bleibt der angerichtete Schaden für viele Anwohner nach wie vor unbegreifbar.

Fleckenweise entfernt der Künstler Eberhard Trodler in diesen Tagen kleinere Teerspuren. Es kann aber noch bis in den Herbst dauern, bis die Straßenpflasterung erneuert wird, erklärte gewog-Mitarbeiter Thorsten Rimane, der die Reinigung begleitet. In etwa vier Wochen soll eine kleine Veranstaltung dem Künstler Anerkennung für seine Arbeit zollen, die Kosten für den noch ausstehenden Austausch des Pflasters betragen trotzdem mehrere tausend Euro. Insgesamt haben Anwohner und Spaziergänger noch mal Glück gehabt, denn dank der fachmännischen ersten Hilfe ist die Plastik soweit wieder in Ordnung und der Teer ist weitestgehend beseitigt. Eberhard Trodler möchte kein Geld für seinen Einsatz. „Es soll nicht so teuer werden für die gewog, deswegen bleibe ich solange dran, bis ich die kleinen Flecken auf den Straßenplatten entfernt habe“, sagt Trodler, der auch Kontakt mit der benachbarten Jugendfreizeit-Einrichtung „karat“ aufgenommen hat. Wie Rathaussprecherin Martina Bellack zu berichten wusste, hat es im Jugendclub zwei Tage zuvor ebenfalls einen Vandalismus-Schaden gegeben: Es wurde eine Scheibe eingeschlagen. Doch der Reihe nach: Was ist eigentlich passiert und was weiß man über die Tat? Anfang Juli entdeckten Bewohner und Mitarbeiter der gemeindlichen Wohnungsgesellschaft gewog auf dem Platz des Quartiers für altersgerechtes Wohnen zwischen Rathausmarkt und August-Bebel-Platz, dass die Bronzefigur der bekannten Kleinmachnower Künstlerin Emma Maria Lange Opfer einer Vandalismus-Attacke geworden war. Mit Bitumen, also tief eindringendem und klebendem Teer, hatten Unbekannte die Figuren überschüttet und den Ort auf schlimmste Weise verunstaltet. Neben dem als Bank dienenden Betonsockel fand man noch einen geklauten Einkaufswagen mit einem leeren Teer-Kanister. Die Polizei wurde eingeschaltet, aber bislang ohne Ergebnisse. Als Eberhard Trodler von der wüsten Zerstörung in der MAZ las, wollte er spontan helfen. „Ich dachte sofort an meine Freundin Emma, und dass ihre Figur das nicht verdient hat“, ärgerte sich der Stahnsdorfer Künstler, der mit Emma Maria Lange eine intensive Künstlerfreundschaft pflegte. Mit der Skulptur ging ein Traum der vor drei Jahren verstorbenen Kleinmachnower Künstlerin in Erfüllung – sie wollte den Kleinmachnowern ein Kunstwerk schenken. Eberhard Trodler vermittelte den Kontakt an die gewog und seit 2014 steht die Figur sehr zur Freude aller im Mittelpunkt des neu gebauten Quartiers für altersgerechtes Wohnen. Der Figur und dem Künstler bei der Reinigung helfen wollten auch etliche Menschen, die von der Aktion erfahren hatten. Ein Dachdecker motivierte mit Tipps und brachte Waschbenzin vorbei. Zuletzt versuchte ein versierter Nachbar, den Betonsockel mit einer Spezialmaschine zu reinigen, er musste aber aufgeben. Zwei helle Spuren zeugen noch von der Aktion, wie Trodler erklärt. Der Zuspruch kommt aber auch in Form von kleinen Spenden: alte Lappen oder ein Eis und viele ermunternde Worte. Trodlers aktuelles Ziel: „Wenn alle Platten, die nur einen kleinen Fleck haben, gereinigt sind, dann höre ich auf.“ Gesine Michalsky

 

Foto: GM

 

BU: Regionales, Polizeimeldungen

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  • Es soll kein Schaden bleiben

    Skulptur der Kleinmachnower Künstlerin Emma Maria Lange wurde Opfer einer Teer-Attacke

     

    KLEINMACHNOW. Gut vier Wochen nach der Teer-Attacke auf die Bronzefigur in der Heinrich-Heine-Straße durch unbekannte Täter, bleibt der angerichtete Schaden für viele Anwohner nach wie vor unbegreifbar.

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