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Baeke Stapel301018bDie aktuelle Ausgabe:

BĂ„KE Courier Nr. 11/2018 vom 30. Oktober 2018.

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Ein steiniger Weg

RĂĽckblick auf die Neugestaltung des Alfred-Grenander-Platzes am U-Bhf. Krumme Lanke

 

ZEHLENDORF. Die BaumaĂźnahmen am Alfred-Grenander-Platz stehen kurz vor Abschluss. Der BĂ„KE Courier sprach deshalb mit dem Vorsitzenden der Krumme Lanke Interessen Gemeinschaft (KLIG), Christian Zech, ĂĽber den langwierigen Umgestaltungsprozess.

BÄKE Courier: Herr Zech, was war der Auslöser für den Umbau des Platzes?
Christian Zech: Die Initiative für die Neugestaltung erfolgte meinerseits vor 15 Jahren. Das Gelände vor dem U-Bahnhof war verwahrlost: ungepflegtes, kaputtes Pflaster, keine Beleuchtung, marode Fahrradständer...
Meine erste Aktion war die Anlage des 50 Meter langen Beetes in der FischerhĂĽttenstraĂźe. Mit  Anliegern habe ich zeitgleich die KLIG gegrĂĽndet, zu der inzwischen Geschäftsleute, Vermieter, Hausverwaltungen, das Krankenhaus „Waldfriede“ und das „Haus am Waldsee“ gehören. Unser Ziel war nicht nur die Aufenthaltsqualität fĂĽr alle zu verbessern, sondern auch das einzigartige Baudenkmal des Bahnhofs wieder ins rechte Licht zu rĂĽcken. DafĂĽr haben wir den Platz von LitfaĂźsäulen, Telefonzellen und unbrauchbaren Fahrradständern usw. entrĂĽmpelt.

BC: Wie konnten Sie den Stadtbezirk ĂĽberzeugen?
CZ: Die ersten Pläne, die wir mit einem renommierten Gartenbauarchitekten erstellt hatten, wurden im Bezirksamt abgelehnt. Dann haben wir vor 10 Jahren einen neuen Entwurf der Wannseer Bildhauerin Simone Elsing mit dem Baustadtrat der Ă–ffentlichkeit vorgestellt. Das ArchitektenbĂĽro Annabau hat dann gute Simulationen fĂĽr die BVV visualisiert. Wir als KLIG räumten zudem den Platz auf und veranstalteten ab 2004 sieben Benefiz-StraĂźenfeste, um Spenden zu sammeln. Seit wir fĂĽr unser Engagement 2006 den Sonderpreis im Wettbewerb „MittendrIn Berlin!“ gewannen, hatten wir auch den damaligen BezirksbĂĽrgermeister  auf unserer Seite.

BC: Wie verlief die Zusammenarbeit mit dem Bezirk?
CZ: Zunächst war es schwierig, dass sich Bezirk,  KLIG und die EigentĂĽmergemeinschaft auf einen Architekten und eine Baufirma einigen. 2017 ging es dann endlich los mit dem Umbau (siehe BC 16/17). Wir teilten uns ĂĽber eine halbe Million Euro Investitionskosten: 300.000 der Bezirk und je 120.000 Euro wir und die EigentĂĽmergemeinschaft.
UnglĂĽcklicherweise hatte sich der Bezirk fĂĽr die StraĂźenbaufirma „Stradeck“ entschieden, die fĂĽr einige feine Details im Plan gar nicht empfänglich sein konnte, so z.B. zu den „Strahlen“ im Boden und den Kanten. Der Bezirk war leider bei drei Vierteln der 60 Baubesprechungen  nicht zugegen. AuĂźerdem war die Bauzeit der Firma ein Desaster: Sie war  auf fĂĽnf Monate angelegt und wir haben jetzt 16 Monate hinter uns.

BC: Wie entwickelte sich die Stimmungslage im Umfeld der Baustelle?
CZ: Wir Geschäftsleute haben teilweise sehr hohe Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Wir hatten sogar einen Austritt aus der KLIG. Viele Kunden und Passanten reagierten verärgert auf die langen Bauarbeiten und beschimpften mich zum Teil. Andere hielten zu uns mit Lob, die hohen Spendensummen der Vergangenheit nicht zu vergessen. Ich bin froh, dass wir nun endlich zum Ende kommen. Die Mülleimer, das Holz auf den Bänken und einige Pflanzen fehlen noch. UV/CW

 

Foto: UV

 

Ressort: Regionales, Soziales, Politik

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