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Baeke Stapel301018bDie aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 11/2018 vom 30. Oktober 2018.

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Ärger in der Idylle Teil 2

Große Diskussion auf Facebook

 

STAHNSDORF. Der Artikel über den Güterfelder Haussee in der letzten BC-Ausgabe hat eine große Diskussion ausgelöst.

Angler fühlen sich von leinenlosen Hunden, Datschenbesitzer und Spaziergänger von Anglern und deren Hinterlassenschaften genervt, und Ross und Reiter sollen dort auch nicht sein.

Hier ein kurzer Auszug zu diesem Thema aus Beiträgen auf Facebook:

„Rennt mir ein Köter in die Angel, gibt‘s nen Tritt. Herrchen ist selbst schuld. (…) besagte Hundehalter, deren Hunde mein Angelequipment zerstören, bekommen einen Tritt.“
„Wie oft ist es passiert, dass man die Hundehalter auf das Verbot hingewiesen hat und als Antwort: ‚Halt die Fresse …‘ zu hören bekommt.“
„Okay Leinenzwang hab‘ ich verstanden, … darf mein Hund trotzdem dort baden gehen …?“
„Der Leinenzwand nach Brandenburgischem Waldgesetz gilt nur im Wald selbst. Der See ist kein Wald. Also gibt es keinen Leinenzwang im Wasser. Es gibt ein generelles Mitnahmeverbot für Hunde an der offiziellen Badestelle am See. Ein Mitnahmeverbot für Hunde von der gegenüberliegenden Seite des Sees in den See hinein ist mir nicht bekannt.“
„… sehr oft fahren die Angler mit ihren Autos direkt bis zum Ufer, da stehen dann bis zu 5 Autos direkt an der Seeseite im Wald (…), als ich sie angesprochen habe: ‚Sie haben das gepachtet, sie dürfen da parken‘.“
„Tja, Angler-Latein, oder wie sagt man dazu. Die Behauptungen stimmen jedenfalls nicht mit der Gewässerverordnung des Landesanglerverbandes überein (…) Und, was das Zurücklassen von Angelhaken oder Abfällen betrifft, so verstoßen manche wohl auch gegen die eigene Verordnung.“
 „Es wäre wünschenswert, dass dieser Post auch von der Gemeinde gelesen wird.“
„Ich finde das Ende des Artikels allerdings am besten, denn es wäre nett, wenn nicht gleich alles verboten, sondern eine gemeinsame Einigung gefunden werden könnte.“

Eigentlich könnte man auf seinem Spaziergang den ganzen idyllischen See umrunden. Aber nur eigentlich, denn im Bereich rechts neben der Badestelle führt der wohl umgewidmete Weg über Privatgelände. Die Datschenbesitzer könnten, wenn sie eine Baugenehmigung erhielten, Zäune setzen. Auch Angler dürfen nach derzeitigem BC-Kenntnisstand dortige Privatstege sowie den Uferbereich nicht nutzen und schon gar keine Lagerfeuer entfachen. Leinenlose Hunde, die mit Vergnügen Stöckchen aus dem Wasser holen, sind im Landschaftsschutzgebiet sowieso ein absolutes No-Go.
Dass Letzteres vor kurzem zu einer handfesten Auseinandersetzung geführt hat, ist bekannt. Eine Hundebesitzerin war auf dem Weg zum See, ihre zwei unangeleinten Vierbeinern bereits darin. Ein Datschenbesitzer verwies auf die Vorschriften, und am Ende der „Diskussion“ wurden mehr als nur Worte ausgetauscht. Der Anlieger sowie die Hundehalterin trugen Verletzungen davon.
Vorfälle wie dieser, der auch der „Unteren Naturschutzbehörde“ gemeldet wurde und von den Beteiligten zur Anzeige gebracht worden ist, sollten sich auf keinen Fall wiederholen.
Ein Grund mehr, dass sich Vertreter aller Interessengruppen zeitnah an einen Tisch setzen und beraten, wie man den Güterfelder Haussee wieder zu einer Oase für viele Erholungssuchende machen könnte.

Zum Schluss noch ein Facebook-Kommentar, dem man wohl nichts hinzufügen braucht: „Ich finde, Naherholung dürfen alle am See finden und steht nicht nur einer Gruppe zu. Barfuß in Angelhaken zu treten, sich in Angelleinen zu verheddern, Bierflaschen und Restmüll der hinterlassen wird oder gar Feuerstellen sind unmöglich und eine Gefahr für alle“ (M.R.). Der BC wird dieses Thema weiter verfolgen. UV/CA

 

Foto: MR

 

Ressort: Regionales

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