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Baeke Stapel250918Die aktuelle Ausgabe:

BĂ„KE Courier Nr. 10/2018 vom 25. September 2018.

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Fehlende Baumkrone erinnert an Flugzeug-Absturz

Auf den Spuren des 2. Weltkriegs mit der Volkshochschule und dem Heimatverein

 

KLEINMACHNOW. Bei herrlichem Exkursionswetter lauschten zahlreiche Besucher einem spannenden Zeitzeugenbericht von Günter Käbelmann über „Die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf Kleinmachnow“.

Und der hier geborene Ortschronist, der zum Kriegsende neun Jahre alt war, konnte darüber sehr viel berichten. Sein Vater arbeitete im Ort als Gärtner und bei der Freiwilligen Feuerwehr. Gausame Geschichten mit ihren dramatischen Konsequenzen zählten damals zum Alltag eines neugierigen Kindes. Bis heute sammelt Günter Käbelmann Belege dafür, was wirklich in der Kriegszeit in Kleinmachnow geschah.
Einmal im Monat veranstaltet die Kreisvolkshochschule gemeinsam mit dem Heimatverein sonnabends Vor-Ort-Vorträge unter dem Titel „“Historisches Kleinmachnow“. Am 21. April trafen sich die Geschichts-Interessierten passenderweise an der Friedensbrücke: Vor 73 Jahren, am 22. April 1945, marschierte die Rote Armee über den Teltowkanal. Am 8. Mai konnte dann endlich die Kapitulation gemeldet werden – es ist auch ein Tag des Gedenkens an die Kriegstoten.
Auf dem Weg zum Nordahl-Grieg-Mahnmal ist auf der anderen Uferseite das Forsthaus zu erkennen. „Es war eines der ersten Häuser, das russische Soldaten besetzten“, berichtet Käbelmann. Seine Erinnerung ist kein bisschen verblasst. Vom gegenüberliegenden Turm der Hakeburg beschossen zwei deutsche Soldaten den Kriegsfeind. Doch die russische Gegenwehr war stärker, sie zerstörten mit ihren Geschossen den Turm – die beiden Soldaten starben und die wenigen Männer im Ort mussten die Leichen bergen.
Der Tod prägte den Alltag der Lebenden. Am Gedenkstein für einen von drei über Kleinmachnow abgeschossenen und abgestürzten alliierten Bombern sitzt die Gruppe genau an der Abschussstelle am Machnower See. „Mein Großvater wurde zum Löschen hierher gerufen“, berichtet Käbelmann und zeigt auf die dicken Buchen, die damals den Feuerwehrleuten als Schutz vor dem enormen Feuer und der Hitze dienten. „Ich lauschte an der Tür und hörte den schrecklichen Schilderungen über die Leichenfunde zu, das war am 2. Dezember 1943.“ Unter den Opfern war Norwegens berühmter Dichter. Der Vorsitzende des Heimatvereins Dr. Axel Müller zeigt noch auf die Krone einer Buche – die fehlt nämlich seit dem Flugzeug-Absturz.
Ein einmaliges Gedenkbuch, das die Kleinmachnower Opfer des zweiten Weltkrieges dokumentiert, ist dem Ortschronisten zu verdanken. Es steht in der Bibliothek. Die nächste Exkursion geht am 26. Mai in die Sommerfeld-Siedlung, Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Stammbahn Ecke Meisenbusch.
Im Herbst plant die VHS eine neue Reihe  mit dem Heimatverein, in der das oberirdische und unterirdische Kleinmachnow betrachtet wird: Denkmale, LitfaĂźsäulen, Hydranten und Kanaldeckel, Lampen, Telefonhäuschen oder Fahnenstangen sowie Wasser- und Abwasserkanalisation, Bunker, Kirchengewölbe, BrĂĽcken-Höhlungen, Geheimgänge und Verliese werden unter die Lupe genommen. „Dabei kommen sicher spannende und schlaue Kurse heraus, auch fĂĽr Neuzugezogene und junge Leute“, ist sich die Volkshochschulleiterin Indra KĂĽhlcke sicher. Gesine Michalsky

 

Foto: GM

 

Ressort: Regionales, Kultur, Bildung

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  • Trotz Baustellen und Staus

    Regiobus arbeitet an Verbesserung seines Beförderungskonzepts

     

    REGION. In der TKS-Region wird dem Ă–ffentlichen Personalnahverkehr (Ă–PNV) das Umsetzen seines Ziels, mehr Autofahrer fĂĽr das Umsteigen auf den Bus zu gewinnen, nicht leicht gemacht. DafĂĽr sorgen nicht zuletzt die Langzeitbaustellen in allen drei Orten.

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  • Ruhlsdorfer Fest ohne RĂĽbchen

    Beliebte Produkte statt frischer Ware für die Gäste

     

    TELTOW/RUHLSDORF. Es zeichnete sich bereits vor der Aussaat im August ab: Mit den Teltower Rübchen könnte es knapp werden.

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  • Gipfeltreffen in Kleinmachnow

    Von der Mülldeponie zum grünen Hügel mit Rodelbahn: Stolper Berg eröffnet

     

    KLEINMACHNOW. Großer Andrang herrschte bei der gelungenen Eröffnung des Stolper Berges als öffentliche Grünanlage: Anwohner, Gemeindevertreter und die für den Umbau der Mülldeponie zum Naherholungsgebiet zuständigen Mitarbeiter der P&E eroberten gemeinsam den Gipfel – und dann sorgten Kleinmachnower Alphornbläser auch noch für alpine Stimmung.

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  • Seniorenbegegnungsstätte wird eröffnet

     

    STAHNSDORF. In dem seit längerem leerstehenden ehemaligen Lebensmittelgeschäft Hamberger wird am 28. September offiziell die neue Seniorenbegegnungsstätte für die Gemeinde Stahnsdorf eröffnet.

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  • Städtepartnerschaftsvertrag unterzeichnet

    Weiteres Hinweisschild am S-Bahnhof enthĂĽllt

     

    TELTOW. Nun ist die vierte Städtepartnerschaft offiziell besiegelt. Nach Gonfreville in Frankreich, Ahlen in Nordrhein-Westfalen und Zagan in Polen, unterhält Teltow künftig auch eine Beziehung zu einer Stadt außerhalb Europas – Rudong in der Volksrepublik China.

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  • Viel Altes erhalten und das Klima schĂĽtzen

    Wassergebundene Wegedecken machen oft Beton auf Gehwegen ĂĽberflĂĽssig

     

    KLEINMACHNOW. Wie bewährt sich eine so genannte wassergebundene Decke im Alltag? Nicht nur in unserem Ort sind viele Straßen und Gehwege schlecht oder gar nicht befestigt und harren einer Erneuerung.

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  • Zweiter Bauabschnitt fast geschafft

    Die Alte Dorfkirche offenbart weiteren Sanierungsbedarf

     

    ZEHLENDORF. „Besser man macht es gründlich, als zu schnell“, meint Eckard Siedke, Professor im Ruhestand. Er ist von der evangelischen Gemeinde beauftragt, die Sanierung der Alten Dorfkirche zu begleiten und beobachtet den Baufortschritt mit großer Anteilnahme.

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