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Baeke Stapel280818Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 09/2018 vom 28. August 2018.

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„The big Five“ von Berlin

Naturnahe Lebensräume nicht nur bei Menschen beliebt: Wildtierexperte Derk Ehlert in den Kammerspielen

 

KLEINMACHNOW. Wildtiere folgen gerne der Zivilisation, so chillt zum Beispiel zurzeit ein Fuchs nachts am OdF-Platz, wenn die Jugendlichen gegangen sind. So etwas zu beobachten, macht dem einen Spaß, den anderen ärgert’s.

Der Vortrag von Derk Ehlert, dem Wildtierbeauftragten des Berliner Senats, kam dagegen bei über hundert Gästen in den Kammerspielen nur gut an.
„The big Five“ nicht aus Afrika, sondern aus Berlin einschließlich Kleinmachnow – das sind die Stammgäste aus dem Tierreich: Marder, Kaninchen, Waschbär, Wildschwein und Biber. Mit uns lebende Hornissen oder Sumpfkrebse werden dagegen kaum beachtet. „Dabei fressen Hornissen Wespen“, weiß Derk Ehlert zu berichten.
Ein „Neubürger“, der durchs Dach der Kammerspiele vor die Füße des Tontechnikers auf die Bühne krachte, stand zu Beginn im Mittelpunkt. Geschäftsführerin Carolin Huder ging angesichts des Waschbären unter die Jägerinnen, allerdings ohne Erfolg. Mit Erlaubnis der unteren Jagdbehörde hat sie Fallen aufgestellt, die bisher aber leer blieben. Man hofft dennoch, den Dachbewohner los zu sein – worüber der Wildtierexperte schmunzelt. „Der kommt wieder ...“, ist er sich sicher.
Aufklären und die Berliner und Berlinerinnen um Verständnis bitten, das möchte der Senat. Mittlerweile gibt es eine Telefonzentrale, in der täglich 20 bis 25 Anrufe eingehen. „Wir sind in der Pflicht zu helfen, wie man die Tiere wieder los wird“, sagt der Wildtierexperte.
Berlin hat 40 Prozent Grünflächen,  vom Umland ganz abgesehen. Und das Grün lieben auch die Tiere. Auf die Frage, ob Tiere in der Stadt erwünscht sind, antwortet er mit den Fakten: „Es gibt keine Zuständigkeit für Wildtiere in der Stadt.“ Da sie niemandem gehören, ist auch niemand verantwortlich.  Gesundheitliche Gefahren bestehen keine. „Fuchsbandwürmer sind bei uns kein Problem.“ Aber man habe in Zehlendorf den Mageninhalt von toten Füchsen untersucht – Ergebnis: 80 Prozent Katzen- und Hundefutter. Auf  vielen Terrassen wartet ein gedeckter Tisch.  Wildtiere zu füttern, davon rät Ehlert aber nicht nur ab, weil es eine Straftat ist. „Zahme Wildtiere müssen abgeschossen werden. Von ihnen geht eine unberechenbare Gefahr aus, und das ganz in der Nähe des Menschen, wo sie leicht zu erlegen sind.“
Verletzte Jungtiere nicht mit nach Hause zu nehmen, darum bittet Ehlert ebenfalls. „Die achtsame Mutter sitzt oft nur einige Meter weg und wartet darauf, sich um den Nachwuchs kümmern zu können.“ Ein Rehkitz mit nur drei Beinen sei sogar vier Jahre alt geworden, berichtet Ehlert und die Kleinmachnower Tierärztin Kornelia Kimpferl ergänzte, dass das Tier in der Nachbarschaft bekannt war und am Ende überfahren wurde.
Insbesondere angefahrene Wildschweine unbedingt  sofort der Polizei melden, das ist eine weitere Bitte. „Verletzte Tiere greifen in ihrer Verzweiflung besonders aggressiv an.“ Da die Schweine in der Stadt und ihren Erholungswäldern nicht gejagt werden dürfen und ausreichend Nahrung vorhanden ist, vermehren sie sich bedrohlich schnell. Ihr Verhalten zu beobachten, wie sie Gefahren aus dem Weg gehen und sich anpassen, das amüsiert viele. Der Ärger ist dennoch größer und so empfiehlt Derk Ehlert, sie zu vergrämen, also die Graukittel  aus den Kiezen zu verdrängen. Gesine Michalsky

 

Foto: GM

 

Ressort: Natur, Umwelt, Regionales

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  • Kaum Regen in Sicht

    Folgen der Dürre spüren  Feuerwehr, Bauhof und Gartenbesitzer

     

    KLEINMACHNOW/REGION. Die Trockenheit, mit der unsere Region seit April zurechtkommen muss, ist ein dauerhaftes Gesprächsthema.

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  • Mehrheit wartet gespannt auf Freizeithafen

    Etwa 1000 Besucher beim Tag der offenen Baustelle

     

    TELTOW. An Informationen mangelte es nicht am Tag der offenen Baustelle, zu dem die Stadt am 25. August auf das Gelände der zukünftigen Marina eingeladen hatte.

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  • Mit allen Sinnen genießen

    Tag der offenen Höfe begeisterte Jung und Alt

     

    TELTOW. Schon während der Eröffnung des Festes durch Bürgermeister Thomas Schmidt, Manuela Paletta als Organisatorin seitens der Interessengemeinschaft der Hofbesitzer sowie und dem „Alten Fritz“ Hermann Lamprecht als Vertreter des Teltower Heimatvereins hing der Duft nach Kaffee, Grillwurst und Räucherfisch über dem Altstadtmarkt in der Luft und machte Appetit auf die zahlreichen kulinarischen Angebote der Feinschmeckermeile.

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  • Gesamtschule eröffnet

     

    TELTOW. Mit Beginn des Schuljahres 2018/19 startete die ehemalige Mühlendorf-Oberschule im Wohngebiet am Ruhlsdorfer Platz als Gesamtschule Teltow.

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  • Ein steiniger Weg

    Rückblick auf die Neugestaltung des Alfred-Grenander-Platzes am U-Bhf. Krumme Lanke

     

    ZEHLENDORF. Die Baumaßnahmen am Alfred-Grenander-Platz stehen kurz vor Abschluss. Der BÄKE Courier sprach deshalb mit dem Vorsitzenden der Krumme Lanke Interessen Gemeinschaft (KLIG), Christian Zech, über den langwierigen Umgestaltungsprozess.

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  • Ärger und Jubel zum „Parks Range“

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    LICHTERFELDE. Am 31. Juli unterschrieben das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und das Immobilienunternehmen Groth-Gruppe einen städtebaulichen Vertrag für eines der größten Wohnungsbauprojekte Berlins.

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  • „Eine Ode an die Freude“

    Die 9. Kunstmeile steht bevor

     

    STAHNSDORF. „Kunstbetrieb ist vor allem Netzwerken“, heißt eine Maxime, die die regionalen Künstler verinnerlicht haben. Seit fast zehn Jahren nutzen sie die „Kunstmeile“, um zusammen zu arbeiten und ihr Publikum zu finden.

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