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„The big Five“ von Berlin

Naturnahe Lebensräume nicht nur bei Menschen beliebt: Wildtierexperte Derk Ehlert in den Kammerspielen

 

KLEINMACHNOW. Wildtiere folgen gerne der Zivilisation, so chillt zum Beispiel zurzeit ein Fuchs nachts am OdF-Platz, wenn die Jugendlichen gegangen sind. So etwas zu beobachten, macht dem einen Spaß, den anderen ärgert’s.

Der Vortrag von Derk Ehlert, dem Wildtierbeauftragten des Berliner Senats, kam dagegen bei über hundert Gästen in den Kammerspielen nur gut an.
„The big Five“ nicht aus Afrika, sondern aus Berlin einschließlich Kleinmachnow – das sind die Stammgäste aus dem Tierreich: Marder, Kaninchen, Waschbär, Wildschwein und Biber. Mit uns lebende Hornissen oder Sumpfkrebse werden dagegen kaum beachtet. „Dabei fressen Hornissen Wespen“, weiß Derk Ehlert zu berichten.
Ein „Neubürger“, der durchs Dach der Kammerspiele vor die Füße des Tontechnikers auf die Bühne krachte, stand zu Beginn im Mittelpunkt. Geschäftsführerin Carolin Huder ging angesichts des Waschbären unter die Jägerinnen, allerdings ohne Erfolg. Mit Erlaubnis der unteren Jagdbehörde hat sie Fallen aufgestellt, die bisher aber leer blieben. Man hofft dennoch, den Dachbewohner los zu sein – worüber der Wildtierexperte schmunzelt. „Der kommt wieder ...“, ist er sich sicher.
Aufklären und die Berliner und Berlinerinnen um Verständnis bitten, das möchte der Senat. Mittlerweile gibt es eine Telefonzentrale, in der täglich 20 bis 25 Anrufe eingehen. „Wir sind in der Pflicht zu helfen, wie man die Tiere wieder los wird“, sagt der Wildtierexperte.
Berlin hat 40 Prozent Grünflächen,  vom Umland ganz abgesehen. Und das Grün lieben auch die Tiere. Auf die Frage, ob Tiere in der Stadt erwünscht sind, antwortet er mit den Fakten: „Es gibt keine Zuständigkeit für Wildtiere in der Stadt.“ Da sie niemandem gehören, ist auch niemand verantwortlich.  Gesundheitliche Gefahren bestehen keine. „Fuchsbandwürmer sind bei uns kein Problem.“ Aber man habe in Zehlendorf den Mageninhalt von toten Füchsen untersucht – Ergebnis: 80 Prozent Katzen- und Hundefutter. Auf  vielen Terrassen wartet ein gedeckter Tisch.  Wildtiere zu füttern, davon rät Ehlert aber nicht nur ab, weil es eine Straftat ist. „Zahme Wildtiere müssen abgeschossen werden. Von ihnen geht eine unberechenbare Gefahr aus, und das ganz in der Nähe des Menschen, wo sie leicht zu erlegen sind.“
Verletzte Jungtiere nicht mit nach Hause zu nehmen, darum bittet Ehlert ebenfalls. „Die achtsame Mutter sitzt oft nur einige Meter weg und wartet darauf, sich um den Nachwuchs kümmern zu können.“ Ein Rehkitz mit nur drei Beinen sei sogar vier Jahre alt geworden, berichtet Ehlert und die Kleinmachnower Tierärztin Kornelia Kimpferl ergänzte, dass das Tier in der Nachbarschaft bekannt war und am Ende überfahren wurde.
Insbesondere angefahrene Wildschweine unbedingt  sofort der Polizei melden, das ist eine weitere Bitte. „Verletzte Tiere greifen in ihrer Verzweiflung besonders aggressiv an.“ Da die Schweine in der Stadt und ihren Erholungswäldern nicht gejagt werden dürfen und ausreichend Nahrung vorhanden ist, vermehren sie sich bedrohlich schnell. Ihr Verhalten zu beobachten, wie sie Gefahren aus dem Weg gehen und sich anpassen, das amüsiert viele. Der Ärger ist dennoch größer und so empfiehlt Derk Ehlert, sie zu vergrämen, also die Graukittel  aus den Kiezen zu verdrängen. Gesine Michalsky

 

Foto: GM

 

Ressort: Natur, Umwelt, Regionales

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