+ + + Der nächste BÄKE Courier erscheint am 29. Mai. Redaktionsschluss ist der 21. Mai. + + +

Baeke Stapel020518Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 05/2018 vom 02. Mai 2018.

Alte BÄKE Courier-Ausgaben aus dem Archiv lesen

 
BC extra wohnung haus garten 0317

 


bc-news Header4

 

Erste Pläne fürs Fath-Gelände

Rege Beteiligung an öffentlicher Diskussion zur umstrittenen Wohnbebauung am Stahnsdorfer Damm

 

KLEINMACHNOW. Sollen auf dem so genannten Fath-Gelände Wohnungen gebaut oder weiteres Gewerbe angesiedelt werden?

Mitte Januar hatte die Bauverwaltung Kleinmachnowerinnen und Kleinmachnower zum Mitreden, Nachfragen und Anregen ins Rathaus eingeladen – und ausdrücklich betont, dass die städtebauliche Entscheidung die Gemeindevertreter treffen. „Das Bauplanänderungsverfahren ist bereits wegen des Lärmgutachtens modifiziert worden. Es wird nun einen städtebaulichen Wettbewerb geben, in den die heutigen Ergebnisse einfließen werden“, erklärte Dr. Birgit Scholz das Verfahren.

Nach den ersten Plänen soll das Gewerbe neben dem Eichenhof auf die gegenüberliegende Seite direkt an die Autobahn umziehen und als drei- bis viergeschossiger Lärmriegel die angedachten Mehrfamilienhäuser schützen. Zusätzlich käme eine neun Meter hohe Lärmschutzwand vor die Wohngebäude, denn sie liegen in dem Bereich, in dem die Lärmgrenzen überschritten werden. Auch die Ausrichtung der Wohnungen soll dem Schutz vor Lärm Rechnung tragen.

Eine der ersten Fragen aus der zahlreich erschienen Bürgerschaft lautete: Wer will denn so etwas? Die Verkehrswege werden verdichtet, die Menschen trauen sich nicht raus, überall Lärmschutzwände, der Ort wirke doch jetzt schon wie tot, kritisierte der Fragesteller. Er wünsche sich an diesem Ort Gewerbe-Ansiedlungen, von denen auch die Kleinmachnower etwas hätten.

Berlin und die Region wachsen. Wohnungen im Gewerbegebiet am Stahnsdorfer Damm zu errichten, wird von der Projektentwicklungsgesellschaft (P&E), und den Fraktionen der SPD und der Linken vorangetrieben. Bauamtsleiter Jörg Ernsting unterstrich den Vorteil des Projektes: das Fath-Gelände sei bereits versiegelte Fläche. Klaus-Jürgen Warnick, Aufsichtsratsmitglied der gemeindeeigenen P&E und Fraktionsvorsitzender der Linken, nannte das aus seiner Sicht wichtigste Argument, den Bebauungsplan zu ändern: „Die Eigentümer des Fath-Geländes würden die Altlasten nicht beseitigen, wenn sie durch die zukünftige Nutzung der Fläche diese Ausgaben von gut einer Million Euro nicht wieder hereinbekämen.“ „Müssten also die zukünftigen Mieter die Altlasten-Bereinigung bezahlen?“ fragte eine Kleinmachnowerin und wollte weiter wissen, was der Wohnraum dort kosten würde.

Seit 2002 steht das Gelände, das in den 30er Jahren als Fuhrpark und Autowerkstatt bebaut wurde, leer und verschandelt die Umgebung. P&E Geschäftsführer Martin Rahn informierte, dass sämtliche Ruinen mittlerweile abgerissen seien und mit hoher fachmännischer Qualität unter Aufsicht des Landkreises der Boden ausgetauscht werden könne.

Kleinmachnow hat einen Lärmaktionsplan festgelegt, erinnerte ein Kleinmachnower und löste eine Debatte um einen Antrag aus, den Autobahnlärm durch Geschwindigkeitsreduzierung nachts auf Tempo 80 zu ermöglichen. Die Erfolgsaussichten dafür seien mit zusätzlicher Wohnbebauung keinesfalls besser. Ein Leuchtturmprojekt mit Photovoltaik-Anlagen und eigener Strom-Erzeugung solle die dem Klimaschutz verpflichtete Gemeinde an dieser Stelle umsetzen, um eine positive Identifikation mit einem neuen Wohnviertel zu ermöglichen, mahnte der junge Kleinmachnower. Transparenz, eine Bedarfsanalyse, Infrastruktur-Investitionen in Kitas, Schulen und Straßen vermissten die an der Beteiligung interessierten Kleinmachnower vor allem. Gesine Michalsky

 

Foto: Städtebauliche Planungsstudie für den Stahnsdorfer Damm von Nägliarchitekten

 

Ressort: Regionales

BC Angebot Header

 

 Angebot der Woche: Hier ist Platz für Ihre Werbung!

Flyer Angebot

bc-themen Header2

  • Werftgelände wird zum Wohnkiez

    Baustart am Teltowkanal erfolgt 2019

     

    ZEHLENDORF. Auf der anderen Kanalseite entwickelt die Investa Real Estate auf dem 2,5 Hektar großen Gelände der ehemaligen Teltow-Werft ein neues Wohnquartier – samt kleinem Hafen.

    Weiterlesen...  
  • Unter rosa Kirschblütenpracht

    Hanami-Fest in Seehof und Sigridshorst gefeiert

     

    TELTOW. Die Natur richtet sich nun mal nach keinem Kalender. Deshalb bangen die Veranstalter des traditionellen Japanischen Kirschblütenfest alljährlich, ob es zum Hanami (jap. „Blüten betrachten“) tatsächlich etwas zu betrachten gibt.

    Weiterlesen...  
  • Fehlende Baumkrone erinnert an Flugzeug-Absturz

    Auf den Spuren des 2. Weltkriegs mit der Volkshochschule und dem Heimatverein

     

    KLEINMACHNOW. Bei herrlichem Exkursionswetter lauschten zahlreiche Besucher einem spannenden Zeitzeugenbericht von Günter Käbelmann über „Die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf Kleinmachnow“.

    Weiterlesen...  
  • Ist die Osdorfer Straße noch zu retten?

    SVV stimmte Auslegungsbeschluss des Projekts "Diakonischer Stadtteil" zu

     

    TELTOW. Nachdem im vergangen Jahr der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 11 b "Diakonischer Stadtteil" von den Stadtverordneten abgelehnt worden war, stand eine veränderte Version in der April-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung auf der Tagesordnung – und wurde bestätigt.

    Weiterlesen...  
  • Historisches behutsam erneuern

    BI Sommerfeldsiedlung bietet kompetente Alternativ-Vorschläge für Straßenraumplanung

     

    KLEINMACHNOW. Parken gehörte bisher zu den Freiheiten, die überall im Ort geduldet war. Das ändert sich gerade. Am Zehlendorfer Damm sind Anwohner besonders betroffen von neuen Parkverboten.

    Weiterlesen...  
  • 80 Jahre alte Grundstücke ohne Bebauungsplan

    Die Debatte über Verlängerung Wolfswerder/Am Rund beginnt erst jetzt

     

    KLEINMACHNOW. Die Zukunft des Buschgrabens und der Straßen Am Rund und Wolfswerder standen im Mittelpunkt der Gemeindevertretersitzung im April. Auch der Antrag der Grünen, das Gebiet dauerhaft als Grünfläche auszuweisen, wurde in die Ausschüsse zurückverwiesen.

    Weiterlesen...  
  • Zeitplan steht

    Umbauarbeiten des Steglitzer Kreisels haben begonnen

     

    STEGLITZ. Seit dem 17. April wurde in der Schloßstraße am U-Bahnhofausgang rechts des Steglitzer Kreisels ein 1 000 Tonnen schwerer 150-Meter-Autokran aufgestellt, der in den Folgetagen einen Turmdrehkran hinauf hievte.

    Weiterlesen...  

       bc gewinnspiel button    
Hier die Gewinner des letzten BÄKE Courier-Rätsels!

        Twitterbutton  Folgen Sie uns auf Twitter!

BÄKE Courier auf Google+    Finden Sie uns auf Google+!