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Baeke Stapel260618Die aktuelle Ausgabe:

BÄKE Courier Nr. 07/2018 vom 26. Juni 2018.

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Eine politische Entscheidung

Bürgerinitiative macht Druck: Pendler und die Region TKS brauchen Schienenanschluss

 

KLEINMACHNOW. Die Bürgerinitiative Stammbahn drückt aufs Tempo, der ersehnte Schienenanschluss für Kleinmachnow soll 2018 richtig vorankommen.

Ihr Sprecher Jens Klocksin (SPD) forderte angesichts von langen Planungszeiten, dass die Schienenanbindung in der Region TKS das Wahlkampfthema sein müsse für die Landtagswahlen und die Regionalwahlen 2019. „Im Jahr 2021 kann die Planung für die Wiederbelebung der Stammbahn beginnen“, erläuterte Klocksin bei der gut besuchten Mitglieder-Veranstaltung im Dezember im Eiscafé Uhlenhorst, dann nämlich seien auch die Berliner Abgeordnetenhaus-Wahlen entschieden. Rechne man noch einmal zwölf Jahre dazu, käme man frühestens im Jahr 2033 mit der Bahn von Potsdam über Griebnitzsee, Dreilinden und Kleinmachnow, Zehlendorf, Steglitz und Schöneberg zum Potsdamer Platz, so die Bahnfreunde aus Kleinmachnow, die nicht müde werden zu betonen, dass der beste Lärmschutz für die Anwohner zu berücksichtigen sei.
2018 ist aus Sicht der Bürgerinitiative auf jeden Fall ein besonderes Datum. So fuhr der erste Zug auf der bekanntlich ersten preußischen Bahnstrecke vor 180 Jahren und seit 18 Jahren engagiert sich die Bürgerinitiative Stammbahn dafür, dass die 1982 stillgelegte Strecke nicht zum Abstellgleis mutiert.
Unterstützung und Behinderung wechseln sich seitdem ab und bis 2015 sah es nahezu hoffnungslos aus. „Wir feiern jetzt unser Bergfest“, beschrieb Klocksin zurückhaltend optimistisch die gefühlte Lage beim Engagement für die Zukunft der Schienen-Strecke. „Seit 2015, also seit aus der Steglitz-Zehlendorfer CDU  der Vorschlag kam, die Trasse in eine Radfahrer-Autobahn umzuwidmen, rennen Bürger uns wieder die Tür ein.“
In diesem Jahr stehen viele Aktivitäten wie Radwanderungen entlang der Trasse, Diskussionsrunden oder Info-Tische an. Mit einem neuen Vorschlag aus Zehlendorf ist auch wieder für Ärger gesorgt: Die Ortsverbände der Linken möchten diskutieren, ob es der Stammbahn-Wiederbelebung hilft, wenn die Verbindung der RB 33 von Jüterbog über Wannsee, Nikolassee, Mexikoplatz in Zehlendorf auf die Stammbahntrasse führt. Dann könnten bereits die Bahnhöfe von Zehlendorf bis Potsdamer Platz ausgebaut und den Pendlern in den überfüllten Zügen eine schnelle Lösung angeboten werden.
Die Kleinmachnower Bürgerinitiative lehnt das klar ab: Das ist keine Unterstützung für die Region TKS. Simon Heller, Berliner Sprecher der BI, erklärt warum: „In Kleinmachnow erreichen wir 20 bis 25000 Menschen mit einem Haltepunkt. Hinzu kommen noch 3 000 Mitarbeiter, die im Europarc ihr Geld verdienen.“ Die Verlängerung der RB 33 tangiere Kleinmachnow nicht. Es sei für die Deutsche Bahn nicht plausibel, hier vorbeizufahren.
Überhaupt sei es in Zeiten rasanten Bevölkerungswachstums in der Region das Ziel, Berufspendler abzuholen und auf die Schiene zu bringen. Im März erscheint der aktuelle Landes-Nahverkehrsplan in Potsdam, der Finanzierungen für die nächsten fünf Jahre festlegt. Im Eiscafé in Kleinmachnow hofft man nicht nur auf positive Signale für die Stammbahn, sondern auch für die S-Bahn-Verlängerung von Teltow nach Stahnsdorf in die Sputendorfer Straße. Gesine Michalsky

 

Bild: Bürgerinitiative Stammbahn

 

Ressort: Verkehr

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