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BÄKE Courier Nr. 04/2018 vom 27. März 2018.

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Heftige Auseinandersetzung um Flächenutzungsplan

Wohngebiet am Stahnsdorfer Damm und Bauhof-Fusion finden knappe Mehrheit in der Gemeindevertretung

 

KLEINMACHNOW. Mit einer knappen Mehrheit stimmte die Gemeindevertretung für die Änderung des Flächennutzungsplans beiderseits des Stahnsdorfer Damms.

Dies war nur möglich, weil  Bauamtsleiter Jörg Ernsting den Sportplatz-Standort überarbeitet hat. Der wird jetzt von der BAB weggerückt, ohne dass Gewerbegrundstücke davon berührt werden – eine Reaktion auf die Einwendungen des sachkundigen Einwohners Michael Braun, von der Bürgerinitiative BIK. Er kritisierte das Schallgutachten und die Rodung eines Wäldchens. 4000 Quadratmeter Waldfläche werden nun durch die Verschiebung des Sportplatzes gerettet.
Der muss nun mit Zeitdruck in diesem Jahr beantragt werden und darf nur mit Kunstrasen gebaut werden, sonst entfalle die Förderung, berichtete der Bürgermeister von einem Gespräch mit den zuständigen Behörden und dem „rsv“ in Potsdam. Nebengebäude  werden nicht gefördert.
Heftig debattiert wurde das geplante Wohngebiet am Stahnsdorf Damm. Während sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Bültermann leidenschaftlich für den Bau von bezahlbaren Wohungen einsetzte – „dafür werden wir kämpfen“ – unterstrich Thomas Singer von den Linken, dass „Fachkräfte im Ort nur zu bekommen sind, wenn wir ihnen Wohnungen anbieten können“. Die Fraktionsvorsitzende der CDU, Angelika Scheib, hielt dagegen, dass Fachkräfte zu viel verdienen, um im geförderten Wohnungsbau zu wohnen. Vor allem lehne man das Projekt aber wegen der fehlenden finanziellen Transparenz ab. Das Grundstück werde subventioniert und der Mietpreis muss für einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von rund acht Euro bezuschusst werden. „Ohne zu wissen, was die Gemeinde das kostet, lehnen wir das Vorhaben ab“, entgegnete Scheib. Ablehnung kam auch von der BIK, für die Katharina Storch sagte: „Das ist Wohnungsbau wie in einer Flugschneise. Das ist unverantwortlich.“ Roland Templin warf den Befürwortern Zynismus vor, weil hier Menschen, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind, direkt an der Autobahn wohnen sollen. „Klein Moskau hätte entwickelt werden können, das haben Sie abgelehnt“, erinnerte der Fraktionsvorsitzende der BIK. Unbehagen kam auch von den Grünen. Andrea Schwarzkopf sprach sich dafür aus, das Bodengutachten für das Fath-Gelände im Internet zu veröffentlichen. Klaus-Jürgen Warnick von den Linken legte Wert auf die Feststellung, dass gerade dieses Grundstück nur nach strengster Kontrolle durch den Landkreis bebaut werden dürfte.
Erhebliche Ungereimtheiten fand Uda Bastians von der CDU beim positiven Gutachten zur Zusammenlegung der Bauhöfe von Teltow und Kleinmachnow. Das Gutachten sei es nicht wert, dass man es überarbeite, sprang ihr Raoul Schramm von den Piraten bei. Er begründete seine Zustimmung zur Fusion der Bauhöfe damit, dass dies eine politische Entscheidung sei. „Das ist ein wirtschaftlicher Blindflug,  der für eine symbolische Zusammenarbeit mit Teltow eingegangen wird“, entgegnete Bastians. Bürgermeister Grubert gab sich auf die Beteiligung Stahnsdorfs am gemeinsamen Bauhof angesprochen kämpferisch: „Wenn der Bürgermeister sich nicht endgültig bis zum 1. Juni äußert, hat sich die Zusammenarbeit erledigt.“ Gesine Michalsky

 

Bild: GM

 

Ressort: Politik, Regionales

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  • Verkehrsvisionen 2030

    Ideen und Debatten auf dem 2. Mobilitätsforum

     

    KLEINMACHNOW. Kurz nach neun Uhr versuchten am 17. März über 80 Zuschauer im Rathaussaal, dem schnellen „Prioritätenvortrag“ von Peter Weis aus der Lokalen Agenda Kleinmachnow zu folgen.

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  • Ganz nah dran an der Stammbahn

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    KLEINMACHNOW. Die Wiederbelebung der Stammbahnstrecke ist zum Greifen nah – das sagte der Konzernbeauftragte der Deutschen Bahn, Alexander Kaczmarek, beim 2. Mobilitätsforum im Kleinmachnower Rathaus.

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  • Ideen für neue Fahrradrouten

    Radfahrkonzepte auf dem Mobilitätsforum

     

    KLEINMACHNOW. Obwohl das Thema Fahrradverkehr auf dem 2. Mobilitätsforum erst am Nachmittag in vier Vorträgen behandelt wurde, war es seit dem Morgen präsent. So bemängelte Peter Weis von der Kleinmachnower Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) die Sicherheit der Stellplätze am S-Bahnhof Teltow Stadt.

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  • Transparenz für Mieter und Vermieter

    Qualifizierter Mietspiegel für Geschosswohnungsbau erarbeitet

     

    TELTOW. In unserer Wachstumskommune werden  Wohnungen dringend gesucht.

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  • Marina-Eröffnung verzögert sich

    Statt Hafengebäude zunächst Containerbauten

     

    TELTOW. Das Abrutschen der Böschung auf der Westseite des Hafenbeckens (s. BÄKE Courier 2/18) zeitigt nun doch größere Folgen für den Bauverlauf. Die für den Saisonstart im Juni 2018 geplante Eröffnung des Freizeithafens wird sich um ein paar Monate verzögern.

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  • Geschichte von unten

    180 Funde im Alten Dorf – von Keramik der Jungbronzezeit bis zu einer rätselhaften Konstruktion

     

    KLEINMACHNOW. „90 Prozent des Bodendenkmals 30449 im Alten Dorf sind erfasst“ – so stellte die mit den archäologischen Grabungen auf dem ehemaligen Gutsgelände beauftragte Firma ABD Dressler im Gemeindehaus der Kirche im Jägerstieg ihre Ergebnisse vor.

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  • Vom Ziegenstall zur etablierten Privatschule

    Eine Erfolgsgeschichte in Gambia

     

    WANNSEE/ZEHLENDORF. „Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, im Urlaub in ein anderes Land zu fliegen.“ Seit den 1990ern ist die ehemalige KITA-Leiterin Waldraute Hölter rund um Wannsee unterwegs, um von einem Schulprojekt in Gambia zu berichten, das sie bereits elfmal besucht hat.

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